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+++ CORONA und wie weiter +++

"Gegessen wird immer".
Der Beweis: alle LEH-Vertriebsschienen legen beim Umsatz zwischen 12 % (Drogeriemärkte), 13 % Discounter und 16 % (LEH-Food-Vollsortimenter) zu. Die Warengruppen Mehl (+126 %), Reis (+112 %), Dosen-Fertiggerichte (+106 %), Suppen/Eintöpfe (+89 %), Teigwaren (+72 %) erfuhren außerordentliche Wachstumsraten. Zusätzlich die rasant zulegenden Abverkäufe bei Hautdesinfektionen (+569 %), Hygiene/Sanitätsreiniger (+189 %), Feuchtreinigungstücher (+154 %), Seife (+111 %) Haushaltshandschuhe (+108 %), und Toilettenpapier (inzwischen „nur“ noch +71 %) (Quelle Lebensmittel Zeitung). 

Soll man als Anleger also Supermärkte kaufen, koste es was es wolle? 

Die nüchterne Analyse zeigt: Immobilien sind generell eine prozyklische Assetklasse, Mieten und Kaufpreise steigen und fallen mit dem Auf- und Ab im Konjunkturzyklus; bei Handelsimmobilien der Nahversorgung gehen die Uhren jedoch nach eigener, wir meinen, nachhaltiger Logik. 

Die Konzernmieter/Filialisten haben langfristige Verträge abgeschlossen und Nahversorgung aufrecht zu erhalten ist im Sinne aller. Welche finanziellen Auswirkungen die Coronavirus-Krise in den nächsten Monaten auf die Haushalte hat, ist noch unklar. 

Jedoch widerlegt die Coronakrise die häufig behauptete Immobilienblase in Deutschland. Ein derartiger Schock hätte sonst eine Blase sofort zum Platzen gebracht. Und der Vergleich mit der Finanzkrise 2008 passt auch nicht. In den letzten Jahren lag die Bautätigkeit stets unter der Baunachfrage und auch die Banken vergaben nur moderat Immobilienkredite. 

Aufgrund der Beschränkungen und der allgemeinen Verunsicherung ist nur mit einer Verlangsamung und damit einem Rückgang des Transaktionsvolumens am Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien zu rechnen, dies eher mangels Angebot und praktisch-technischer Einschränkungen 

Für die Wertentwicklung wird die Dauer der Coronakrise sein. Je länger die Krise andauert, umso eher werden einzelne Immobilienbesitzer in Zahlungsschwierigkeiten kommen und sich zum Verkauf gezwungen sehen. Auf der anderen Seite werden einige Investoren geplante Transaktionen vertagen, teils aus Gesundheitsüberlegungen, teils weil sie auch noch nicht wissen, wie es mit ihren eigenen Betrieben weiter geht. Also etwas mehr Angebot, etwas weniger Nachfrage, aber erfahrungsgemäß auch vermehrte Nachfrager aus anderen Anlegerkreisen. Die Preise werden weder explodieren noch deutlich schrumpfen, welches Szenario man auch immer annimmt.

Der Einzelhandel erhält im Bewusstsein der Menschen seine ursprüngliche Versorgungsfunktion zurück bzw. gewisse Teile des Handels, wie Supermärkte, Drogerien und Apotheken: Versorgungskauf statt Erlebniskauf. (Leider nutzen die großen Lebensmittel-Konzerne allerdings auch die Gunst der Stunde, um mit Aktionswaren (Kreissäge, Grill-Kohle etc. Ihren Extra-Profit zu machen und Ihre Versorgungs-Ausnahme-Stellung auszunutzen und sabotieren faktisch alle Vorsichtsmaßnahmen!) Vielen anderen Unternehmen und Branchen, vor allem dem nicht-filialisierten Nonfood-Mittelstand, darunter diejenigen, denen es schon vor der Krise schlecht ging, drohen massive Einbußen. Ob die finanziellen Hilfen der Politik rechtzeitig kommen und in der Höhe ausreichen, bleibt abzuwarten. Wir gehen von einzelnen Insolvenzen binnen weniger Wochen aus. 

Corona hat eine wirtschaftliche Ausnahmesituation geschaffen, an der die Händler selbst keine Schuld tragen. Die großen Vermieter werden ihren Mietern entgegenkommen so gut es geht. Krisen wie diesen kann man nur mit Kooperationsbereitschaft begegnen. Nur ein Ende der gesundheitlichen Gefahrenlage wird die Kunden zurück in die Geschäfte bringen, wobei deren Konsumlaune erst allmählich steigen wird.

Ein temporärer Effekt: die Nachfrage nach Logistikflächen ist in den vergangenen Wochen regelrecht explodiert, denn die sogenannten gestrandeten Waren, die auf Grund der Schließung der Läden nicht distribuiert werden können, müssen zwischengelagert werden.

Gesellschaftlich geht es nicht nur um die ökonomische Zukunft einzelner Unternehmen, sondern auch darum, wie unsere Städte in Zukunft funktionieren. Das Bild wird sich wandeln, etwas abrupter als in den vergangenen Jahren.

Nur eins ist sicher: die der täglichen Nahversorgung dienenden Immobilien bleiben nachgefragt und bestandskräftig.

Nur eins ist sicher: die der täglichen Nahversorgung dienenden Immobilien bleiben nachgefragt und bestandskräftig.

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Carl und Gunda Schubert, Gründer und Inhaber von 
Handelsimmobilien Schubert

 

Unser renditestarkes Immobilien Portfolio

Neue Deals und berechtigter Optimismus

Entgegen so mancher Auguren wächst der Lebensmittel-Einzelhandel, die Top-Firmen im Schnitt 1,9% - 3 % und das ist für einen stationären Handel beachtlich. Natürlich gibt es viele Versuche, hier mit Online-Handel einzubrechen, aber das stößt bisher an seine Grenzen: Frische, Kühlung in der gesamten Lieferkette, Erreich- bzw. Antreffbarkeit, Retourenmanagement, da ist noch so manches nicht gelöst bzw. sehr aufwändig.... > weiterlesen


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